Warum noch eine Bildschirmzeit-App?

ANMERKUNG DER GRÜNDER · KARLSRUHE, 2026

Weil Sperren, die ein 13-jähriges Kind in 90 Sekunden umgeht, keine Sperren sind – und weil Regeln für die eigenen Kinder nicht über die Server einer Firma laufen sollten.

Wir haben lange zugeschaut, wie unsere Kinder dieselbe Trickkiste benutzt haben wie ihre Freunde: Uhrzeit umstellen. App löschen und neu laden. Mit einem anderen Account anmelden. Die Webversion im Browser öffnen. Jedes Mal zurück auf null.

familydevice nutzt Apples Bildschirmzeit-Schnittstelle für Eltern – und schließt diese Lücken. Die Einrichtung ist erst fertig, wenn alle Sperren sitzen: App löschen, Zugriff entziehen, Uhrzeit verstellen, Gerätecode ändern, Konto wechseln, neue Apps installieren – nur noch mit dir. Gesperrte Apps sind auch als Website gesperrt, in jedem Browser. Und das Kinder-iPhone prüft diese Sperren laufend: Fehlt eine, steht auf deinem iPhone „geschwächt“ und der Grund dazu.

Und weil Familien nicht nur eine Nachtruhe brauchen, gibt es nicht nur Zeitpläne: Tageslimits pro App („45 Minuten Roblox, am Wochenende 90“), Wenn-Dann-Regeln („wenn nachts das iPhone angeht, sag mir Bescheid und sperr alles bis zum Morgen“), eine Liste „Immer erlaubt“, Sicherheits-Schalter und eigene Netzwerkregeln bis hinunter zur einzelnen Domain. Alles vom Eltern-iPhone aus, alles vom Kinder-iPhone selbst durchgesetzt.

Die vier Regeln

Was technisch passiert

Eltern- und Kinder-iPhone werden einmal nebeneinander gekoppelt – wie eine Apple Watch: Beide zeigen denselben 6-stelligen Code. Daraus entstehen Schlüssel, die nur diese beiden Geräte kennen. Regeln, Anfragen und Freigaben sind damit verschlüsselt; Apple transportiert sie nur. Das Kinder-iPhone setzt die Regeln selbst durch, auch ohne Netz und wenn die App geschlossen ist, und schickt nach jeweils 15 Minuten Nutzung ein Lebenszeichen; das Intervall stellst du ein. Bleibt es länger still als die Zeit, die du festlegst, warnt dich dein iPhone („verdächtig“); nach 24 Stunden gilt es als „verloren“.

Apps werden auf dem Kinder-iPhone über Apples Bildschirmzeit gesperrt; die Websites bekannter Dienste zusätzlich auf Netzwerkebene, damit der Umweg über den Browser nicht funktioniert. Ein zweites Eltern-iPhone koppelt sich am Kinder-iPhone, hinter deiner PIN. Entscheidet ein Elternteil, sieht der andere, wer es war.

Plattform
iPhone, iOS 17+
Voraussetzung
Kinder-Account in der Familienfreigabe
Sperren
Apple Bildschirmzeit (Family Controls)
Regeln
Zeitpläne · Tageslimits · Wenn-Dann · Orte
Kopplung
Nebeneinander, 6-stelliger Code
Verschlüsselung
Curve25519 · ChaChaPoly
Zustellung
Direkt in der Nähe, sonst eure iCloud
Server bei uns
keiner

Wo die Grenze ist

Wer seinem Kind Sperren einrichtet, sollte das Gespräch führen.

– ANTICIPATER GmbH

Die Technik ist das kleinere Problem. Die größere Frage ist, wann man so ein Werkzeug überhaupt braucht und wann ein ehrlicher Satz am Küchentisch mehr bewirkt. familydevice soll das Gespräch ermöglichen, nicht ersetzen.

Gebaut in Karlsruhe, Baden-Württemberg.

familydevice