Warum noch eine Bildschirmzeit-App?
Weil Sperren, die ein 13-jähriges Kind in 90 Sekunden umgeht, keine Sperren sind – und weil Regeln für die eigenen Kinder nicht über die Server einer Firma laufen sollten.
Wir haben lange zugeschaut, wie unsere Kinder dieselbe Trickkiste benutzt haben wie ihre Freunde: Uhrzeit umstellen. App löschen und neu laden. Mit einem anderen Account anmelden. Die Webversion im Browser öffnen. Jedes Mal zurück auf null.
familydevice nutzt Apples Bildschirmzeit-Schnittstelle für Eltern – und schließt diese Lücken. Die Einrichtung ist erst fertig, wenn alle Sperren sitzen: App löschen, Zugriff entziehen, Uhrzeit verstellen, Gerätecode ändern, Konto wechseln, neue Apps installieren – nur noch mit dir. Gesperrte Apps sind auch als Website gesperrt, in jedem Browser. Und das Kinder-iPhone prüft diese Sperren laufend: Fehlt eine, steht auf deinem iPhone „geschwächt“ und der Grund dazu.
Und weil Familien nicht nur eine Nachtruhe brauchen, gibt es nicht nur Zeitpläne: Tageslimits pro App („45 Minuten Roblox, am Wochenende 90“), Wenn-Dann-Regeln („wenn nachts das iPhone angeht, sag mir Bescheid und sperr alles bis zum Morgen“), eine Liste „Immer erlaubt“, Sicherheits-Schalter und eigene Netzwerkregeln bis hinunter zur einzelnen Domain. Alles vom Eltern-iPhone aus, alles vom Kinder-iPhone selbst durchgesetzt.
Die vier Regeln
- Ehrlich über Grenzen. Wer deinen Code kennt, kann ein iPhone löschen. Das verhindern wir nicht – aber du merkst es, weil sich das iPhone nicht mehr meldet.
- Keine Daten bei uns. Es gibt keinen familydevice-Server. Eure iPhones sprechen direkt miteinander, unterwegs über eure eigene iCloud – Ende-zu-Ende verschlüsselt. Welche Apps gesperrt sind, sieht nur das Kinder-iPhone selbst.
- Fragen statt Umgehen. Ein Kind, das 15 Minuten braucht, um mit Oma zu schreiben, tippt auf dem Sperrbildschirm „Mehr Zeit anfragen“. Du erlaubst mit einem Tipp, direkt aus der Mitteilung. Das ist der Deal.
- Nichts Heimliches. Jede Wenn-Dann-Regel steht auf dem Kinder-iPhone im Klartext unter „Deine Eltern bekommen Bescheid“. Die eigene Nutzung, Schritte und Netzwerk sieht dein Kind selbst – ohne PIN. Orte melden nur „kommt an“ und „geht weg“; das Bewegungsprofil ist aus, bis ihr es einschaltet, und dann steht es auf dem Kinder-iPhone.
Was technisch passiert
Eltern- und Kinder-iPhone werden einmal nebeneinander gekoppelt – wie eine Apple Watch: Beide zeigen denselben 6-stelligen Code. Daraus entstehen Schlüssel, die nur diese beiden Geräte kennen. Regeln, Anfragen und Freigaben sind damit verschlüsselt; Apple transportiert sie nur. Das Kinder-iPhone setzt die Regeln selbst durch, auch ohne Netz und wenn die App geschlossen ist, und schickt nach jeweils 15 Minuten Nutzung ein Lebenszeichen; das Intervall stellst du ein. Bleibt es länger still als die Zeit, die du festlegst, warnt dich dein iPhone („verdächtig“); nach 24 Stunden gilt es als „verloren“.
Apps werden auf dem Kinder-iPhone über Apples Bildschirmzeit gesperrt; die Websites bekannter Dienste zusätzlich auf Netzwerkebene, damit der Umweg über den Browser nicht funktioniert. Ein zweites Eltern-iPhone koppelt sich am Kinder-iPhone, hinter deiner PIN. Entscheidet ein Elternteil, sieht der andere, wer es war.
- Plattform
- iPhone, iOS 17+
- Voraussetzung
- Kinder-Account in der Familienfreigabe
- Sperren
- Apple Bildschirmzeit (Family Controls)
- Regeln
- Zeitpläne · Tageslimits · Wenn-Dann · Orte
- Kopplung
- Nebeneinander, 6-stelliger Code
- Verschlüsselung
- Curve25519 · ChaChaPoly
- Zustellung
- Direkt in der Nähe, sonst eure iCloud
- Server bei uns
- keiner
Wo die Grenze ist
Wer seinem Kind Sperren einrichtet, sollte das Gespräch führen.
– ANTICIPATER GmbH
Die Technik ist das kleinere Problem. Die größere Frage ist, wann man so ein Werkzeug überhaupt braucht und wann ein ehrlicher Satz am Küchentisch mehr bewirkt. familydevice soll das Gespräch ermöglichen, nicht ersetzen.
Gebaut in Karlsruhe, Baden-Württemberg.